Verlagsgruppe Madsack wird Opfer eines Trojaner-Angriffs

Verlagsgruppe Madsack wird Opfer eines Trojaner-Angriffs

Auf den Medienkonzern Madsack gibt es offenbar einen Trojaner-Angriff. Laut einer internen Mail handelt es sich um eine „Großstörung“. Das Unternehmen hat bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Auf die Mediengruppe Madsack hat es einen „Trojaner-Angriff“ gegeben. Das geht aus einer Mail hervor, die t-online vorliegt. Die Nachricht wurde vom Guttenberg-Rechenzentrum abgeschickt, dessen Gesellschafter unter anderem die Verlagsgesellschaft Madsack ist. Der Vorfall wird in der internen Mail als „Großstörung“ bezeichnet. In der Nachricht aus dem Rechenzentrum, die laut Informationen von t-online am Vormittag abgeschickt wurde, heißt es unter anderem, dass die Attacke „alle Standorte“ betreffe. „Dies äußert sich z.B. so, dass Dateien von der Endpoint Protection erkannt werden, die zusätzlich mit der Endung .NEFILIM versehen sind. Diese Dateien sind infiziert und verschlüsselt.“

Mitarbeiter wurden gebeten, auf eine direkte Verbindung in das Netzwerk des Verlages per LAN oder VPN zu verzichten. Mitarbeiter in den „Räumlichkeiten der Verlage sollen bitte nicht ihre Rechner im Netzwerk nutzen. Ziehen Sie notfalls den Netzwerkstecker und arbeiten Sie per WLAN“, heißt es. Auch auf einen Austausch von Daten per Outlook sollen Mitarbeiter verzichten. Zudem sollen Nutzer ihre Rechner mit dem installierten Virenscanner auf Schadsoftware scannen. „Der Trojaner wird vom Virenschutzprogramm erkannt und eliminiert“, heißt es. Auf Anfrage von t-online sagte ein Pressesprecher, dass es eine „Netzwerkstörung“ gebe. Aktuell wollte der Verlag aber keinen Kommentar zu Vorfall abgeben.

Die Verlagsgesellschaft Madsack gehört zu einem der größen Verlage in Deutschland. Bekannte Angebote sind unter anderem das „Redaktionsnertzwerk Deutschland“. Daneben betreibt Madsack noch viele Lokalzeitungen. Unter anderem die „Freie Presse“, die „Leipziger Volkszeitung“, die Hannoversche Allgemeine Zeitung“ oder die „Ostsee-Zeitung“.

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