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Das sollten Erben über eine Testamentseröffnung wissen

Denn wenn Sie wissen möchte, was ein Verstorbener Ihnen hinterlassen hat und in welchem Maße das Erbe aufgeteilt wird, müssen Sie zuerst selbst aktiv werden. Zudem gibt es wichtige Fristen, die trotz Trauer eingehalten werden müssen. t-online erklärt, was Sie bei der Eröffnung des Testaments beachten müssen. Zuständig ist in diesem Fall das Nachlassgericht. Dies sind laut Gesetz die Amtsgerichte, an denen auch das Familiengericht angesiedelt ist. Ausschlaggebend für die Zuständigkeit ist dabei der Meldeort des Verstorbenen und nicht der der Erben. Das heißt: Wenn Sie nicht am Wohnort des Erblassers leben, müssen Sie für die Testamentseröffnung anreisen. Die Testamentseröffnung ist dabei nur der erste Schritt bei der Regelung des Erbes. Sie ist ein rein formaler Akt und hat keine Bedeutung für die Wirksamkeit des Testamentes. Erst im weiteren Verlauf des Erbprozesses können Einsprüche gegen das Testament erhoben werden. Nein, in Deutschland gibt es keine Pflicht, dass ein Gericht oder ein Amt Sie als Erben informieren muss. Der Staat geht vielmehr davon aus, dass Sie selbst am besten wissen, wann jemand in Ihrer Familie stirbt und Sie etwas erben. Im Gesetz steht lediglich, dass das Gericht zur Eröffnung des Testamentes einen Termin bestimmen kann und Erben und Beteiligte zu diesem laden kann. Stehen Sie allerdings in einem gerichtlich verwalteten oder notariellen Testament, muss das Gericht, das den Nachlass öffnet, alle Beteiligten schriftlich informieren. Sind Sie gesetzlicher Erbe – etwa, wenn Sie mit dem Verstorbenen verheiratet waren – dann erben Sie automatisch. Mit dem Tod Ihres Angehörigen werden Sie in diesem Fall zum Rechtsnachfolger. Die Vertragspartner des Verstorbenen werden ab diesem Zeitpunkt die Vertragspartner des Erben – dazu zählen allerdings auch Verpflichtungen wie Schulden. Das Nachlassgericht unterstützt Erben in Deutschland bei Fragen nicht.